Shopify aktualisiert zum 28. Januar die Berechnung der Chargeback-Rate in der gesamten Plattform. Die Änderung betrifft unter anderem das Admin-Dashboard, Analytics-Reports und Benachrichtigungen. Ziel ist ein vollständigeres und konsistenteres Bild Ihres Chargeback-Risikos.
Kern der Anpassung: Die Chargeback-Rate umfasst künftig alle Streitfälle (Disputes) – auch solche, die über Programme wie Visas Rapid Dispute Resolution (RDR) gelöst werden. Bisher wurden diese häufig getrennt betrachtet, was zu einem unterschätzten Risiko führen konnte.
In den Berichten können Chargebacks nun nach Typ ausgewertet werden, etwa „RDR“ vs. „Standard-Chargebacks“. Dadurch sehen Sie genauer:
• welche Zahlungsarten oder Bestellkanäle besonders betroffen sind
• wie viele Fälle automatisch gelöst werden
• ab welchem Punkt sich Muster oder Auffälligkeiten ergeben
Für das operative Risikomanagement bedeutet die neue Chargeback-Rate-Berechnung:
• realistischere Einschätzung des Chargeback-Niveaus, auch gegenüber Zahlungsdienstleistern
• bessere Frühwarnsignale, bevor Schwellenwerte überschritten werden
• fundiertere Entscheidungen zu Präventionsmaßnahmen (z. B. Anpassung von Checkout-Texten, klarere Versand- und Rückgaberichtlinien, zusätzlicher Adress- oder Identitätscheck)
Das Update fügt sich in eine Reihe von Verbesserungen rund um Disputes ein – unter anderem das neue, optimierte Dispute-Formular, das in diesem Beitrag näher beschrieben ist: Neues Shopify Dispute-Formular für bessere Chargeback-Abwehr.
Weitere Details zu Workflows, Fristen und Best Practices für Rückbuchungen finden sich in der deutschsprachigen Hilfe im Shopify Help Center. Dort wird erläutert, wie Belege vorbereitet werden sollten und welche Informationen die Erfolgswahrscheinlichkeit bei Chargebacks erhöhen.
