Mit „Zahlungsanforderungen pro Erfüllung“ führt Shopify Plus eine Funktion ein, mit der Teilzahlungen direkt je Versand- bzw. Fulfillment-Welle angefragt werden können. So lassen sich Bestellungen mit unterschiedlichen Lieferzeiten besser steuern, ohne auf externe Listen oder manuelle Nachverfolgung angewiesen zu sein.
Praktisch ist das vor allem bei Pre-Orders, individualisierten Produkten oder saisonalen Artikeln, die in mehreren Chargen eintreffen. Statt den vollständigen Betrag beim Checkout zu kassieren oder komplexe Teillieferungs-Workarounds zu bauen, fordern Sie die Zahlung jeweils dann an, wenn ein Teil der Bestellung versandbereit ist. In Ihrem Admin sehen Sie klar, welche Fulfillments bereits bezahlt und ausgeliefert sind.
Kundinnen und Kunden können offene Zahlungsanforderungen direkt im Customer Account begleichen; dort werden unbezahlte Requests sichtbar. Alternativ versenden Sie einen Zahlungslink per E-Mail. Damit ähnelt der Ablauf den bekannten Payment Links, bleibt aber eng an Fulfillments und den tatsächlichen Versand gekoppelt. Einen Überblick zu vorhandenen Workflows rund um Payment Links bietet zum Beispiel der Artikel „Shopify Payment Links: Zahlungen vor Ort und online annehmen“.
Aus Cashflow-Sicht erlaubt dieses Modell, Einnahmen an die reale Auslieferung zu koppeln: Sie kassieren erst, wenn Ware das Lager verlässt, können aber gleichzeitig verfügbare Artikel sofort verschicken, ohne auf Nachlieferungen oder Rückstände zu warten. Das reduziert Risiko bei Lieferverzögerungen und vereinfacht die Abstimmung zwischen Logistik, Finance und Support.
Die Funktion steht exklusiv für Shopify Plus zur Verfügung. Detailinformationen zur Einrichtung und zu unterstützten Szenarien finden sich in der deutschsprachigen Shopify Help Center Dokumentation zu Zahlungsanforderungen pro Erfüllung.
